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Vernissage zur Ausstellung »Werkschau«


4. Februar 2010 um 19.30 Uhr in der Humboldt-Bibliothek
Ausstellung vom 4. Februar bis 20. März 2010

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Anlässlich der Vernissage konnte Frau Lauter in der Humboldtbibliothek zahlreiche interessierte Gäste begrüßen. Michael Grimm, Vorsitzender des Kunst & Kultur Vereins Tegel, stellte die ausstellenden Künstler Hans Gaedeke und Wolfgang Sterrer vor:
 
Wolfgang Sterrer, geboren im österreichischem Wels, gelernter Schriftsetzer und Buchdrucker, über 30-jährige Tätigkeit als freiberuflicher Grafikdesigner, beginnt nach Umzug nach Berlin 1999 eine intensive Beschäftigung mit der Malerei im eigenen Atelier. Es folgen erste Ausstellungen im Havelland und in Berlin.
Seine Malweise ist stets sehr spontan, emotional, direkt aus dem Bauch heraus, einem rauschähnlichen Zustand gleich. Sein künstlerisches Anliegen ist seit jeher, Chaos, Durcheinander, Unübersichtlichkeit bildnerisch zu erfassen, Dinge darzustellen, die in ihrer Unordnung Ordnung geben.
 
Hans Gaedeke, geboren im Rheinland, seit 1998 Ausbildung in freier Malerei bei verschiedenen namhaften Künstlern in Frankfurt und Berlin.Seit 2007 arbeitet er im eigenen Atelier im Kunstzentrum Tegel-Süd. Bevorzugte Technik: Acryl- und Mischtechniken auf Leinwand. Die Auswahl der Themen für seine Bilder erwächst aus seinem Inneren. Er sieht intuitiv Motive, die ihn zum Malen auffordern und bringt diese mit ausdrucksstarker Farbe und unterschiedlichen Arbeitstechniken auf der Leinwand zum Ausdruck. Sein vorrangiges Ziel ist hierbei das Erarbeiten von Farbwelten, die miteinander harmonieren und dennoch sehr gegensätzlich wirken.
 
In Anerkennung der Verdienste von Wolfgang Sterrer sowie Hans Gaedeke um das Kunstzentrum Tegel-Süd, sowie der Mitorganisation des Tegeler Brückenfestes, überreichte Michael Grimm den Künstlern einen Kunstguß mit dem Motiv des Tegeler Humboldtschloßes. Diese Plakette steht in Anlehnung an die Tradition der eisernen Neujahrskarten aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, insbesondere der der königlichen Eisengießereien Gleiwitz, Sayn und vor allen Berlin. Der Reiz, dem äußerst spröden Werkstoff künstlerische Form zu geben, hat eine Gattung eigentümlicher Wirkung entstehen lassen, zumal in der Zeit der Befreiungskriege 1812-15 unter dem Motto "Gold gab ich für Eisen" der Eisenkunstguß einen nationalen Klang erhielt.
Die überreichten Plaketten wurden 1991 vom Kunst&Kultur Verein Tegel in Auftrag gegeben. Entwurf Wofgang Fremuth in Anlehnung an Schinkels im Sinne der Romantik idealisierten Zeichnung von 1824, modelliert und gegossen in der jahrhundertealten Hütte Hirzenhain am Vogelsberg,die mit ihrem Kunstguß unter der Leitung von P. W. J. Lipp aus der Gleiwitzer Hütte ab 1946 in der o. g. Tradition steht.

 
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