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Bauboom in Tegel an der Jahrhundertwende
Vor 100 Jahren vollendete sich in Tegel die Herausbildung einer städtischen Struktur. Das ehemalige Dorf weit im Norden der Stadt Berlin war zu einer "Randgemeinde" der prosperierenden und pulsierenden deutschen Reichshauptstadt geworden, die inzwischen zu einer Millionen- Metropole gewachsen war. Berlin platzte aus allen Nähten und zog wie ein Planet die kleineren Gemeinden an seinem Rande an sich. Sie wurden zu Trabanten und bewegten sich mit Berlin im selben Takt. Am deutlichsten ist das heute noch an der Bebauung zu erkennen Die meisten Häuser zwischen Borsig-Hallen und Tegeler Hafen wurden um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert gebaut. Möglich wurde das nicht zuletzt durch den Bankier Baron Schlieper, dessen Bank den Bau der meisten Häuser in Tegel finanzierte. Ausgeführt wurden die meisten Bauarbeiten durch den Baumeister Valtink. Ein wesentlicher Unterschied zu Berlin: Die Häuser des späten Historismus hatten nicht mehr die verschachtelten Hinterhöfe wie im Wedding oder Prenzlauer Berg. Ausgelöst wurde der Bauboom in Tegel durch die Ansiedlung von Fabriken in und um Tegel, so die Borsig-Werke oder die Germania-Werft. Die Fabrikbesitzer sahen es gern, wenn sich die Arbeiter in der Nähe ihre Arbeitsortes ansiedelten. Das anhaltende Wachstum der Industrie sorgte für Bedarf an Arbeitskräften, die von der Hauptstadt nach wie vor magisch angezogen wurden. Quelle: Förderkreis für Bildung, Kultur und
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