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Historische Häuser in Tegel
Das schöne Bauernhaus Alt-Tegel 51 (Foto 2003) entstand in mehreren Bauabschnitten. Bauher des ersten Teils war der Dorfschulze Christian Friedrich Ziekow (1798 - 1865). Auf seinem Hof war 1835 durch Blitzschlag der große Dorfbrand ausgelöst worden. Im folgenden Jahr stellte er den mittleren Teil des jetzigen Wohnhauses fertig, dessen linken Teil er 1857 durch den Maurermeister Ribbe aus Spandau und den Zimmermeister Schulze aus Französisch-Buchholz anfügen ließ. Sein Sohn August Ziekow ließ 1870 den rechten Teil anbauen. 1883 gab er auch den gesondert hinter dem Haus stehenden Seitenflügel mit Remise, Waschküche und Plättstube in Auftrag; die fensterlose Brandwand dieses Gebäudes ist von dem zum See führenden Abschnitt der Straße Alt-Tegel aus zu sehen. Christian Friedrich Ziekow war aus seinem Geburtsort Pankow nach Tegel gekommen und hatte hier 1828 die Witwe Marie Charlotte Kulicke geheiratet. Die Familie Kulicke war seit etwa 1670 Inhaber des erblichen Lehnschulze und stellte daher das Dorfoberhaupt. Letzter Lehrischulze war August Ziekow (1832 - 1871), der das Amt 1865 übernahm und bis 1882 - seit der preußischen Gemeindeordnung von 1872 als gewählter Ortsvorsteher ausübte. Sein Sohn Paul betrieb noch bis 1905 Landwirtschaft und verkaufte dann, ebenso wie die anderen Tegeler Landwirte, das meiste Ackerland an Terraingesellschaften; 1958 wurde das letzte Ackerstück auf dem Gelände des heutigen Friedhofes am Fließtal aufgegeben. Auf dem Nachbargrundstück Alt-Tegel 49 - 49c und dem Hinterland befand sich früher der Bauernhof von Friedrich Müller, dessen 1836 erbautes kleines Wohnhaus 1966 abgerissen und durch die heutigen Gagfah-Reihenhäuser ersetzt wurde.
Quelle: Tegel- Beiträge zur Großstadtwerdung eines Dorfes
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