Der Brand der Mühle 1912
Die Victoria-Mühlenwerke liegen am Nordrand des Tegeler Hafens, in der Nähe des Tegeler Schlosses. Die Tradition dieses Mühlenstandortes reicht zurück bis ins 14. Jahrhundert. Die ursprüngliche Wassermühle wurde durch das Tegeler Fließ angetrieben. Als 1851 das Tegeler Fließ schiffbar gemacht wude und ein Anschluss an das Wasserwegenetz Berlins entstand, expandierte der inzwischen auf Dampfkraft umgestellte Mühlenbetrieb kräftig. Seit 1887 wurde die Anlage zu einer leistungsstarken Großmühle ausgebaut. Im Jahre 1988 deckte der Betrieb noch ca. 50% des Berliner Mehlbedarfs. Am heutigen Bestand lassen sich noch deutlich die Etappen der Expansion und Modernisierung der Mühle im 20. Jahrhundert ablesen. Die verschiedenen Speicher- und Siloformen dokumentieren die technische Entwicklung von Gefäßbauten im Mühlenwesen. Mühlengebäude, Kontorhaus und Beamtenwohnhaus besitzen auf Grund ihrer Gestaltung baukünstlerische Bedeutung. Die Mühle wurde wegen Unwirtschaftlichkeit allerdings geschlossen. Nach Umbauten zogen ein Hotel und das Arbeitsamt Nord in die alten Gemäuer ein. Heute befindet sich nach neuerlichem Umbau die Medical- Klinik in der alten Mühle.
"Postmaxe" Polzin Historiker aus Berlin Heiligensee

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